Garantie für regionale Produkte am Teller
bewusst heimische Lebensmittel einsetzen
Die Auszeichnung „Bewusst Tirol" zeigt, wie Tourismus und regionale Wirtschaft zusammenwirken können: Die Gastronomie bezieht regionale Produkte. Damit bleibt das Geld in der Region und Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Tourismus werden gestärkt. Das Ötztal führt den tirolweiten Vergleich mit 44 ausgezeichneten Betrieben an (Stand: 2026).
Wer die Auszeichnung „Bewusst Tirol“ tragen will, arbeitet nach einer definierten Regel: Jede Mahlzeit muss nachweisbar mindestens 300 Gramm Tiroler Lebensmittel beinhalten. Dieses Kriterium wird jährlich überprüft. Mag die Zahl auch nüchtern klingen, dahinter verbirgt sich eine klare Haltung. „Regionalität verkommt damit nicht zum Marketing, sondern ist so Teil des täglichen Einkaufs, der Küchenplanung und der Lieferketten. Einheimische und Gäste können sich beim Besuch eines „Bewusst Tirol"-Betriebes sicher sein, dass sie regionale Produkte erhalten. Ohne explizit nachfragen zu müssen“, erklärt Raphael Kuen, Lebensraum Ötztal Manager. Die Auszeichnung holt jene Betriebe auf die Bühne, die diesen Weg konsequent gehen. Für Kund:innen ist „Bewusst Tirol“ eine Orientierungshilfe – ob beim Mittagessen, bei der Familienfeier oder beim Restaurantbesuch am Abend. Viele der ausgezeichneten Betriebe arbeiten zudem mit weiteren Qualitäts-Initiativen wie den Genussplatzlen oder den Ötztaler Genussbotschafter*innen zusammen. Dies verdeutlicht deren Werte: Regionalität ist kein Extra, sondern die Basis.
Ötztal als „Bewusst Tirol“-Hochburg
Von den 278 ausgezeichneten Hotellerie- und Gastronomiebetrieben in ganz Tirol (Stand: 2026) liegen 44 im Ötztal. Das entspricht knapp 16 Prozent, konzentriert auf ein einziges Tal. Keine andere Tourismusregion kommt auf ähnliche Zahlen. Auf Gemeindeebene liegt Sölden mit 23 Betrieben tirolweit an der Spitze. Längenfeld folgt mit 14 Betrieben auf Platz zwei.
Für mich ist es wichtig, dass wir unsere Bauern auch leben lassen. Denn sie machen unsere Landschaft erst zu dem, was sie ist.
Marisa Gstrein, Stabele Alm
Volle Transparenz
Um die „Bewusst Tirol“-Münze führen zu können, müssen die Gastronom:innen gegenüber der Agrarmarketing Tirol ihre Wareneinkäufe und die Anzahl der zubereiteten Speisen offenlegen. So lässt sich nachvollziehen, welche Lebensmittel im jeweiligen Betrieb in Tirol produziert oder verarbeitet wurden. Beispielsweise Fleisch von hier geborenen und aufgewachsenen Tieren, Milch aus Tiroler Ställen, Gemüse von heimischen Feldern oder Eier von Tiroler Hühnern. Pro Mahlzeit müssen mindestens 300 Gramm Tiroler Produkte auf dem Teller landen. Dann gibt’s die Auszeichnung. Dies wird jährlich überprüft. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, verliert die Münze wieder.
„Bewusst Tirol" im Ötztal
- 44 ausgezeichnete Betriebe im Ötztal
- 278 Betriebe in ganz Tirol (Hotellerie & Gastronomie)
- Sölden: 23 Betriebe (Platz 1 tirolweit)
- Längenfeld: 14 Betriebe (Platz 2 tirolweit)
- Mindestkriterium: 300 g Tiroler Lebensmittel pro Mahlzeit
- Jährliche Kontrolle durch Agrarmarketing Tirol
- Neben Hotellerie und Gastronomie können auch Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung (Kantinen, Schulküchen, …) die Auszeichnung erhalten. Etwa das Wohn- & Pflegeheim St. Josef in Längenfeld