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Das Ötztaler Wasser

Basis der Lebensqualität

Wasser ist im Ötztal weit mehr als eine naturgegebene Ressource. Es speist die Trinkwassernetze mit bester Quellqualität, lässt den Piburger See in ausgezeichneter Badegewässerqualität strahlen und prägt als wildes Gebirgswasser die Identität der Region. Es geht um den achtsamen Umgang mit dem Wasser, Transparenz bei Qualität und Infrastruktur – von der Quelle bis zur Kläranlage – sowie den entschiedenen Schutz der heimischen Gewässer vor fremden Interessen.

Höchste Trinkwasser­qualität

In vielen Regionen der Welt ist unbedenkliches Leitungswasser keine Selbstverständlichkeit. Im Ötztal hingegen genießen Einheimische und Gäste das Privileg, täglich Trinkwasser aus geschützten alpinen Quellen zu nutzen. Das Wasser entstammt direkt aus den heimischen Gemeindegebieten.

  • Natürliche Filtration: Auf seinem Weg durch das alpine Gestein wird das Quellwasser natürlich gefiltert, mineralisiert und erreicht die Haushalte ohne chemische Aufbereitung.
  • Transparente Sicherheit: Die Wasserqualität aller Ötztaler Gemeinden wird regelmäßig nach strengen gesetzlichen Standards kontrolliert.

Erfrischung an jeder Ecke

Wie reich das Ötztal an erstklassigem Quellwasser ist, zeigt das Trinkwassermapping des Landes Tirol. An den öffentlichen Trinkwasserbrunnen von Haiming bis hinauf nach Sölden steht allen Einheimischen und Gästen jederzeit kostenlos frisches Bergwasser zur Verfügung. Ein kostenloses Erfrischungsnetz, das einlädt, die eigene Trinkflasche aufzufüllen und Einweg-Plastikmüll zu vermeiden.

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TRINKWASSER­BRUNNEN IM TAL*

*Quelle: Öffentlich zugängliche Erfrischungspunkte laut Trinkwassermapping des Landes Tirol.
Haiming 13
Sautens 13
Oetz 10
Umhausen 23
Längenfeld 15
Sölden 9

Basis für heimische Erzeugnisse

Das Ötztaler Bergwasser ist eine wichtige Grundlage für regionale Landwirte und Produzent:innen. Am Taleingang garantiert es den Erfolg des heimischen Obstbaus: In der Gemeinde Haiming versorgen ausgeklügelte Bewässerungskanäle mit Wasser aus der Ötztaler Ache sowie Brunnenwasser die Apfelplantagen. So erhalten die Apfelbäume die nötige Feuchtigkeit mittels präziser  Tröpfchenbewässerung. In frostigen Frühjahrsnächten schützt ein feiner Sprühnebel die empfindlichen Blüten vor dem Erfrieren. Ähnliches gilt für die immer mehr werdenden Winzer im vorderen Tal sowie für regionale Veredler im Talinneren: Für das Sölder Bier „Sölsch“ ist das weiche Gebirgswasser ein zentraler Bestandteil. Mit einer idealen Härte von nur 2 bis 4 °dH ist das Quellwasser die perfekte Grundlage für den hopfenaromatischen Charakter des heimischen Bieres.

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Glasklares Badevergnügen am Beispiel Piburger See

Ein verlässlicher Gradmesser für den ökologischen Zustand der Ötztaler Gewässer ist der Piburger See in Oetz. Das Herzstück des Landschaftsschutzgebietes ist nicht nur ein beliebter Erholungsraum, sondern auch eines der wissenschaftlich am besten untersuchten Gewässer Tirols.

Geprüfte Qualität:

  • EU-Klassifizierung: Der Piburger See wird seit Jahren lückenlos mit der Höchstnote „Ausgezeichnete Badegewässerqualität“ (3 Sterne) bewertet.
  • Messwerte 2026: Aktuelle Proben bestätigen einwandfreie Werte mit unter 15 KBE/100ml bei E. coli und Enterokokken, einer Sichttiefe von 4,0 Metern und angenehmen Wassertemperaturen um 22°C.
  • Pionierleistung: Bereits 1970 wurde mit der Installation einer Tiefenwasserableitung (Olszewski-Rohr) dafür gesorgt, dass nährstoffbelastetes Wasser kontinuierlich abgeführt wird und der See in einem stabilen, nährstoffarmen Zustand bleibt.

Klares NEIN zu Wasser­ableitungen

Der Wert des Wassers zeigt sich nicht nur am Wasserhahn oder am Badesee, sondern auch an seiner ökologischen und gesellschaftlichen Bedeutung für das gesamte Tal. Um die Wasserressourcen für die einheimische Bevölkerung, die Natur und die Landwirtschaft zu sichern, bezieht Ötztal Tourismus eine unmissverständliche Haltung gegenüber geplanten Wasserableitungen für Kraftwerksprojekte.

Warum das Ötztal Nein sagt:

  1. Erhalt der Naturlandschaft: Bäche und Flüsse sind das biologische Rückgrat des Tals und ein essenzieller Erholungsraum. Ableitungen würden einzigartige Hochgebirgslandschaften nachhaltig schädigen.
  2. Sicherung der Landwirtschaft: Wasserknappheit und sinkende Grundwasserspiegel stellen die heimische Landwirtschaft schon heute vor Herausforderungen. Ein Entzug von Bergwasser würde diesen Druck weiter verschärfen.
  3. Lebensqualität bewahren: Das Ötztal lebt von und mit seinem Wasser. Ein solcher Eingriff würde die Grundlagen unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes gefährden.
Unsichtbare Helden

Hochmoderne Abwasserreinigung im Tal

Damit das Ötztaler Bergwasser das Tal wieder so sauber verlässt, wie es herabgekommen ist, braucht es eine leistungsfähige Entsorgungsinfrastruktur. Was im Alltag meist unbemerkt passiert, ist in Wahrheit eine Meisterleistung im Umweltschutz: 365 Tage im Jahr sorgen drei Kläranlagen im gesamten Tal dafür, dass das Abwasser von Haushalten, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen zuverlässig gereinigt wird.

Das Ötztal setzt dabei auf starke, strukturierte Verbandslösungen:

  • Abwasserverband Vorderes Ötztal (Sautens): Die zentrale Verbandskläranlage in Sautens reinigt das Abwasser von Sautens, Umhausen, Oetz, Haiming sowie Silz.
  • Kläranlage Längenfeld (ARA Längenfeld): Eine eigene, maßgeschneiderte Abwasserreinigungsanlage deckt das gesamte Gemeindegebiet von Längenfeld ab.
  • Kläranlage Sölden (ARA Sölden): Eine echte Hochleistungsanlage im hinteren Tal, die auf die saisonalen touristischen Schwankungen ausgelegt ist. Was das konkret bedeutet, zeigt ein Blick auf die Dimensionierung: Die Anlage wurde für 75.000 Einwohnerwerte (EW) bewilligt. In absoluten Spitzenzeiten der Wintersaison wird sie mit rund 65.000 EW belastet – das entspricht einer optimalen und sicheren Auslastung von etwa 87 %.