Ötztaler Radmarathon, ÖRM, Rennrad, Sölden, Berg, Gruppe, Sommer, Strasse Ötztaler Radmarathon, ÖRM, Rennrad, Sölden, Berg, Gruppe, Sommer, Strasse

Gemeinsam für den Ötztaler Radmarathon

Erstveröffentlichung am 24. August 2026

Freiwilliges Engagement beim ÖRM

Rund 4.000 Teilnehmer:innen aus aller Welt nehmen jedes Jahr die 227 km lange Strecke über vier Alpenpässe in Angriff. Damit sich ihr Traum vom Ötztaler Radmarathon erfüllt, sind rund 1.300 Helfer:innen im Vorfeld und während des Rennens im Einsatz. Ein Blick hinter die Kulissen eines Events, das ohne Unterstützung aus der lokalen Gemeinschaft in dieser Dimension nicht möglich wäre.

Ötztaler Radmarathon, ÖRM, Rennrad, Sölden, Berg, Gruppe, Sommer, Strasse

Kultevent mit Rückhalt

Mit rund 25.000 generierten Nächtigungen und einer Wertschöpfung von 4,5 Millionen Euro leistet der Radmarathon einen bedeutenden Beitrag zum regionalen Tourismus. Seine Strahlkraft verdankt er jedoch nicht nur der sportlichen Herausforderung, sondern auch der professionellen Organisation und dem Engagement der Menschen vor Ort.

Wenn Ende August Tausende Rennradfahrer:innen in Sölden an den Start gehen, ist längst alles vorbereitet. Die Strecke ist ausgeschildert, Absperrungen stehen, Verpflegungsstationen sind eingerichtet und Helferteams entlang der 227 Kilometer positioniert. Insgesamt 1.300 Menschen übernehmen dabei viele große und kleine Aufgaben, die zum reibungslosen Gelingen des Events beitragen. Auffallend ist die Selbstverständlichkeit, ja Begeisterung, mit der viele von ihnen jedes Jahr wieder mithelfen. Woher kommt diese Verbundenheit mit dem Radmarathon?

Gut eingespieltes Netzwerk

Eine Frage, die bei Daniel Köll, Obmann-Stellvertreter des URC Ötztal, bestens aufgehoben ist. Der Radverein veranstaltet den Ötztaler Radmarathon gemeinsam mit Ötztal Tourismus. Köll ist seit fünf Jahren federführend in die Organisation eingebunden – im Vorfeld als Streckenchef, während des Marathons als einer der beiden Rennleiter, die vom URC Ötztal gestellt werden.

In seinen Funktionen koordiniert er unter anderem rund 600 bis 700 Helfer:innen im Bereich der Streckensicherung. Dass sich dafür jedes Jahr aufs Neue ausreichend fleißige Hände finden, führt er auf die besondere Anziehungskraft des Radmarathons zurück. „Der Flair am Renntag ist unvergleichlich. Alle sind gerne dabei und Teil des Events“, erzählt Köll. Für viele sei die Mithilfe längst ein Fixpunkt im Sommer und ein prägendes Gemeinschaftserlebnis.

Wenn wir irgendetwas brauchen, zieht jeder an einem Strang. Das ist nicht selbstverständlich, sondern zeugt von der großen Faszination und der starken regionalen Identifikation mit dem Ötztaler Radmarathon.

Daniel Köll, Sprecher der Rennleitung & Streckenchef

asset_image

Viele Hände, viele Aufgaben

Blaulichtorganisationen, Vereine, Skiclubs, Bergrettung und zahlreiche Einzelpersonen: Beim Ötztaler Radmarathon stellen verschiedenste Kräfte ihre Zeit, Erfahrung und Einsatzbereitschaft zur Verfügung. Zum Beispiel in den folgenden Bereichen:

  • Streckensicherung: Auf der 227 Kilometer langen Strecke über Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch sorgen Exekutive, Feuerwehren und lokale Vereine für Sicherheit und einen geordneten Rennablauf.
  • Verpflegung: Die Labestationen entlang der Strecke werden von Hotels aus der Region betreut. Die selbstgebackenen Kuchen stammen von Ötztaler Hobbybäcker:innen und heimischen Betrieben.
  • Start und Ziel: Von Trikotausgabe und Infostand bis zur Rennabsicherung treffen hier verschiedenste Helferteams aufeinander. 
  • Auf- und Abbau: Von Beschilderung und Absperrungen bis zum Auf- und Abbau der Infrastruktur gibt es ebenfalls viel zu tun.

Ein Verein mit viel Verantwortung

Eine besondere Rolle übernimmt der URC Ötztal. Der 450 Mitglieder starke Radverein stellt zahlreiche Helfer:innen und übernimmt zentrale Aufgaben in der Vorbereitung und Durchführung des Radmarathons. Dazu gehören etwa das Aufstellen der Beschilderung entlang der gesamten Strecke, die Zuweisung der Streckenposten, der Auf- und Abbau des Start- und Zielbereichs, die Bereitstellung der beiden Rennleiter, die Organisation der Serviceautos sowie des Bikeparks unter Einbindung der Ötztaler Radsportvereine, um nur einige Aufgaben zu nennen. Sogar die jüngsten Vereinsmitglieder helfen aktiv mit, indem sie die Startpakete vorbereiten. 

Für Daniel Köll macht genau diese orts- und generationenübergreifende Zusammenarbeit den Radmarathon aus: „Der Ötztaler ist ein internationales Sportereignis, aber getragen wird er von den Menschen hier in der Region.“

ÖRM 2026

Übersicht Freiwillige 2026

Einsatzbereiche Anzahl Helfer
Streckensicherung (Feuerwehren, Polizei, Ordner usw.) Ca. 700
Verpflegungsstationen (6 Labestationen) Ca. 200
Helfer Start & Ziel Bereich Ca. 100
Helfer Infrastruktur Auf- und Abbau Ca. 30
Organisation, Service (Medizinische Versorgung, Reparaturservice, Depotservice,
Räderücktransport, Personenrücktransport, Logistik usw.)
Ca. 300