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Ötztal Radweg wächst in Sölden

Erstveröffentlichung am 30. August 2026

Rad- & Straßenbau gemeinsam umgesetzt

In der Pitze in Sölden ist ein 600 Meter langer Abschnitt des Ötztal Radwegs fertig. Der Streifen führt vom Apart Valentin bis zum Hotel Sportlers und verläuft am rechten Fahrbahnrand. Bergauf fahren Radfahrende auf einer eigenen Spur, getrennt vom Autoverkehr. Talauswärts rollen sie auf der Fahrbahn mit. Für Sölden ist das ein weiterer Schritt: Ein Großteil des Radwegs verläuft bereits abseits der B186.

Mit der Realisierung des 600 Meter langen Radstreifens im Bereich der Pitze, südlich des Ortszentrums zwischen dem Apart Valentin und dem Hotel Sportlers gewinnt das innerörtliche Radwegnetz in Sölden an Qualität. Radfahrende sind bergauf auf einer eigenen Spur abseits des Autoverkehrs unterwegs, talauswärts rollen sie auf der Fahrbahn mit.

Weil die B186 in diesem Bereich bereits über eine Überbreite verfügte, hielt sich der bauliche Aufwand in Grenzen. Die Arbeiten wurden mit weiteren Maßnahmen des Landes Tirol an der Bundesstraße gebündelt: Zwei talauswärts-führende Bushaltestellen wurden durch eine neue zentrale Haltestelle ersetzt. Dazu kamen neue Abbiegestreifen in die MPreis-Garage und in das Siedlungsgebiet. Der gesamte Abschnitt wurde neu asphaltiert.

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Stimmen der Projektpartner

Jede größere Tourismusgemeinde achtet inzwischen auf den Radverkehr. Der Anspruch ist, ihn getrennt von der Straße zu führen. In Sölden verläuft der Radweg bereits fast durchgehend abseits der B186. Wir haben viel Verkehr, und es sind immer mehr Mountainbiker und Rennradfahrer unterwegs. Ein asphaltierter Streifen durch die Pitze, getrennt vom Autoverkehr, macht hier klar Sinn.

Niklas Schranz, Ötztal Tourismus, Destinations Management Sölden

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Die Zahlen auf dem Ötztal Radweg zeigen, dass der Bedarf für einen zeitgemäßen Radweg da ist. Immer mehr Menschen steigen vom Auto aufs Rad um – in der Freizeit und am Arbeitsweg. Deshalb war die Erweiterung Richtung Pitze ein wichtiger Schritt. Als Nächstes geht es Richtung Zwieselstein weiter. Das große Ziel bleibt der Anschluss bis Gurgl. Damit entsteht auch wieder eine Verbindung Richtung Süden ins Passeiertal zu unseren Nachbarn.

Maximilian Riml, Gemeinde Sölden, Vizebürgermeister

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Was der Ausbau kostet

Projektpartner sind das Land Tirol, die Gemeinde Sölden und Ötztal Tourismus. Die Kosten für den Abschnitt liegen bei rund 582.000 Euro. Das Land Tirol übernimmt 50 Prozent, die restlichen Kosten teilen sich Gemeinde und Ötztal Tourismus zu gleichen Teilen.

Nächster Halt: Gewerbegebiet, Recyclinghof & Zwieselstein

Die Weiterführung der Route ist bereits in Planung:

  • Etappe bis zum Recyclinghof: Technisch anspruchsvoll wird die Querung an der Gletscherstraße, wo der Radweg auf der bestehenden Steinmauer oberhalb der B186 geführt werden muss. Nach der Anbindung des unteren Gewerbegebiets verläuft die Route über die Gemeindestraße und quert die Bundesstraße künftig mit einer abgesicherten Blinklichtanlage.
  • Brückenschlag nach Zwieselstein: Die Trassenführung bis Zwieselstein steht fest. Ca. 200 Meter nach dem Recyclinghof ist eine Brückenlösung über die Kühtrainschlucht geplant, ehe die Route über den verbreiterten Bestandsweg direkt nach Zwieselstein führt.

Gurgl als Ziel

Das gesamte Großprojekt Ötztal Radweg wird in enger Partnerschaft zwischen dem Land Tirol, der Gemeinde Sölden und Ötztal Tourismus getragen. Das mittelfristige Ziel ist klar gesteckt mit dem vollständigen Lückenschluss bis nach Gurgl.