Jeder Schritt zählt

Erstveröffentlichung am 28. September 2026

Zu Fuß zur Schule

Beim Projekt „Schulweg ist Fußweg" legen Kinder ihren Schulweg möglichst oft zu Fuß zurück und sammeln dafür Punkte. Am Ende des Schuljahres werden diese in Geld für die Klassenkasse umgewandelt. Das Projekt bringt Bewegung in den Alltag und sorgt für weniger Autoverkehr vor den Schulen.

Kinder sammeln Punkte für die Klassenkasse

Die Idee ist einfach: Wer zu Fuß zur Schule kommt, bekommt einen vollen Punkt. Wer mit Bus, Fahrrad oder Roller unterwegs ist, bekommt einen halben Punkt. Festgehalten wird alles auf einem Klassenplakat – Tag für Tag, sichtbar für alle.

Gesammelt wird ein ganzes Schuljahr lang, von 1. Oktober bis 31. Mai. Am Ende werden die Punkte umgerechnet: zwei Cent pro Punkt fließen in die Klassenkasse. Was damit passiert, entscheiden die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrer:innen – meist ein gemeinsamer Ausflug oder ein Klassenprojekt.

Im Schuljahr 2025/26 verdoppelte der Planungsverband die gesammelte Summe. Am Ende standen rund 2.100 Euro für die teilnehmenden Klassen zur Verfügung.

Bewegung, die mehr bringt als Punkte

Jeder Weg zu Fuß bringt den Kindern etwas: Bewegung, Selbstständigkeit und Zeit mit den anderen. Und vor den Schulen wird es ruhiger, weil weniger Autos unterwegs sind.

Nadine Grüner, Projektleiterin, Lebensraum Ötztal


„Jeder Weg zu Fuß bringt den Kindern etwas: Bewegung, Selbstständigkeit und Zeit mit den anderen. Und vor den Schulen wird es ruhiger, weil weniger Autos unterwegs sind", sagt Nadine Grüner, die das Projekt betreut.

Der tägliche Schulweg zu Fuß ist mehr als eine Strecke von A nach B. Er bringt Kindern Bewegung, fördert die Selbstständigkeit und schafft Zeit für soziale Kontakte. Wer den Weg gemeinsam geht, lernt auch, sich die Zeit selbst einzuteilen.

Weniger Elterntaxis bedeuten weniger Verkehr vor den Schulen – und einen übersichtlicheren Schulweg für alle. Jeder Weg, der ohne Auto zurückgelegt wird, ist ein Weg weniger mit dem Motor.

Ein Projekt, das die Gemeinschaft einbindet

„Schulweg ist Fußweg" funktioniert nur im Zusammenspiel. Getragen wird es von der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Lebensraum Ötztal, die das Projekt koordiniert und die Materialien bereitstellt. Lehrpersonen und Schulleitung setzen es mit den Kindern um. Eltern unterstützen, indem sie den Weg zu Fuß ermöglichen.

Zum Abschluss kommt die Gemeinde ins Spiel: Bei der Scheckübergabe im Frühjahr sind Bürgermeister:innen oder Gemeindevertreter:innen dabei. So wird sichtbar, dass hinter dem Projekt das ganze Tal steht.

Fakten

„Schulweg ist Fußweg" im Überblick

  • Sammelzeitraum: 1. Oktober bis 31. Mai
  • Zu Fuß: ein Punkt - Bus, Fahrrad oder Roller: ein halber Punkt
  • Belohnung: 0,02 Euro pro Punkt für die Klassenkasse
  • Schuljahr 2025/26: Summe vom Planungsverband verdoppelt, rund 2.100 Euro
  • Teil der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Lebensraum Ötztal
  • Kontakt & Anmeldung: Nadine Grüner, nadine.gruener@oetztal.com