Österreichisches Umweltzeichen für das Ötztal

Erstveröffentlichung am 27. Oktober 2026

Was das Tal davon hat

Viel mehr als eine schöne Urkunde ist die Auszeichnung ein verbindliches Versprechen für das gesamte Tal. Durch den Lebensraum Ötztal fließen die Kriterien direkt in den Alltag aller ein. Von besseren Busverbindungen über saubere Energie bis hin zum Schutz unserer Kultur- und Naturlandschaft.

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Kein Siegel fürs Marketing, sondern Qualität für das tägliche Leben

Bei Auszeichnungen im Tourismus reagieren viele Menschen skeptisch: Erzeugt das wieder mehr Verkehr und Trubel? Beim Österreichischen Umweltzeichen ist das Gegenteil der Fall. Denn die Kriterien bewerten nicht die Anzahl der Betten oder die Auslastung, sondern die Lebensqualität, den Ressourcenschutz und den Zusammenhalt im Tal.

Natur, regionale Wirtschaft und Lebensqualität gehören im Ötztal zusammen. Nachhaltigkeit bedeutet, ökologische, wirtschaftliche und soziale Verantwortung gemeinsam zu betrachten. Das Umweltzeichen ist daher die Anerkennung dafür, dass Gemeinden, Betriebe und Bevölkerung an einem Strang ziehen, um den einzigartigen Charakter zu bewahren.

Vom Busplan bis zum Teller

Wer das Ötztal kennt, konnte die Auswirkungen der Umweltzeichen-Standards bereits vor der Zertifizierung feststellen:

Einzelperson, Sommer, Mobilität, Bus, Zug
Längenfeld, Einzelperson, Tier, Herbst
Stuiben Trailrun, Laufen, Trailrunning, Umhausen, Gruppe, Einzelperson, Frühling
Wandern, Almen, Umhausen, Landschaft, Stimmung, Impressionen, Panoramaaufnahme, Berg, Sommer, Waalweg

Aus der Außenperspektive

Die Verleihung wird auch von externen Stimmen als wegweisender Schritt wahrgenommen. Tirols LH-Stv. Josef Geisler hebt hervor, dass das Ötztal damit beweist, wie Tourismus und regionale Landwirtschaft Hand in Hand gehen, um den Lebensraum für die heimische Bevölkerung zu stärken. Auch Johannes Abentung (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft) betont den Vorbildcharakter: „Das Umweltzeichen zeigt, dass Nachhaltigkeit im Ötztal kein leeres Modewort ist, sondern strukturiert gelebt wird.“ Mona Suban ist eine Ötztalerin, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit im Ausland, den Blick übers Tal gewagt hat. „Für uns als junge Generation ist das Umweltzeichen ein wichtiges Signal. Wenn man sieht, wie viel Aufwand und ehrliches Handwerk unsere heimischen Produzent:innen an den Tag legen, versteht man erst den wahren Wert regionaler Lebensmittel. Warum Dinge durch die Welt transportieren, wenn die beste Qualität direkt vor unserer Haustür wächst?“, erklärt die ausgebildete Genussbotschafter:in.

Ein Versprechen, das bleibt

Das Österreichische Umweltzeichen ist kein Preis, den man einmal gewinnt und dann im Regal verstauben lässt. Die Zertifizierung verlangt regelmäßige Überprüfungen und eine ständige Weiterentwicklung. Sie zwingt alle Verantwortlichen in den Gemeinden, im Tourismus und in den Betrieben dazu, bei jeder Entscheidung auch den Nutzen für die Natur und die heimische Bevölkerung mitzudenken. Und ganz wichtig: Das Umweltzeichen ist keine Errungenschaft von Ötztal Tourismus allein. Es gehört allen Ötztalerinnen und Ötztalern, die sich für ihren Lebensraum einbringen.

Facts

Umweltzeichen im Ötztal

  • Geltungsbereich: Das gesamte Tal von Haiming bis Obergurgl und Vent.
  • Starke Partner im Tal:
    • 10 zertifizierte Beherbergungsbetriebe (knapp 2.000 Betten)
    • 48 „Bewusst Tirol“-Betriebe mit Fokus auf heimische Lebensmittel
    • 36 Ötztaler Genussbotschafter:innen
    • Gurgl Carat (Zertifiziertes Green-Location Kongresszentrum)
    • Ötztaler Museen (Kulturelle Nachhaltigkeit und Identität)
    • Naturpark Ötztal (510,5 km² geschützter Lebensraum)